Zum Inhalt springen

Meine Vorgeschichte – Teil 1

Die Idee

2016

„Ein Assistenzhund! Das wäre es!“
Der Gedanke daran, dass mich ein Vierbeiner begleiten und unterstützen könnte, übte größte Faszination auf mich aus.
Die folgenden Internetbeiträge zum Thema, auf die ich zufällig gestoßen bin, saugte ich förmlich auf. Die Ungeduld und Aufregung, wie ich das umsetzen könnte und was es dafür benötigte, trieben mich an.

Dass sich eine Odyssee daraus entwickeln sollte, die über 8 Jahre Freude, Frustration, Trauer, Wut, Enttäuschung, Selbstzweifel, … mit sich zog, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst.

Erste Informationen

„Selbs-, Teilfremd- und Fremdausbildung“, „Trainer in Hessen“, „Finanzierung über Krankenkasse, Eingliederungshilfe, Versorgungsamt?“, „Hunderassen“, ….

Das folgende Jahr überlegte ich mir, wie ich die Idee „Assistenzhund“ real lassen werden konnte und rief bei verschiedensten Stellen an.

Krankenkasse: „… Kein Blindenhund? Ein Assistenzhund? … Was ist das? … Ah, das ist leider kein gelistetes Hilfsmittel – tut uns leid …“
Eingliederungshilfe: „… so etwas finanzieren wir leider nicht …“
Versorgungsamt: „… leider nein …“
Agentur für Arbeit: „… Was ist das? … versuchen Sie es mal bei der Krankenkasse …“
Kreis Job Center: „… die Reha-Abteilung sieht leider keine Möglichkeit …“

Wie mein Umfeld auf die Idee reagierte

Abgesehen davon, dass noch niemand etwas davon gehört hatte und ich viel von meinem neuen Wissen erklären musste, fand meine Familie die Idee fast einstimmig super! Vor allem meine Eltern unterstützten mich in dem Vorhaben, da sie darin eine Möglichkeit sahen, mich aus dem stationär betreuten Wohnen wieder in einen selbstständigen Alltag zu integrieren.

Meine Therapeutin war zu dem Zeitpunkt absolut dagegen. Ich würde damit aktuell zu sehr in die Vermeidung gehen und der Hund würde dadurch Krankheit-Aufrechterhaltend wirken.

Meine Freunde hielten mich dann doch etwas für verrückt oder schmarotzerisch. Es fielen Sätze wie: „Das wird doch nie was!“, „Die Idee ist etwas verrückt“, „Wieso sparst du nicht auf den Hund? Wieso musst du Gelder beantragen, wenn du das auch selbst tragen könntest?“ und „Mit der Spendenaktion ziehst du den Leuten nur das Geld aus der Tasche, kauf halt nicht den Käse aus der Theke und spar das Geld lieber!“ oder „Wenn dir das zu teuer ist, dann nimm doch einen „normalen“ Hund aus dem Tierheim, die freuen sich“ …
Die schlechte Reaktion meiner Freunde hatte mich etwas entmutigt.

2 Jahre später …

… flammte das Interesse wieder auf. Über eine Facebookseite fragte ich nach einem Trainer, einer Trainerin in Hessen, nähe Marburg. Das nächste, was mir wärmstens empfohlen wurde, war Fulda. Ich kontaktierte Herrn D. daraufhin und fragte, ob er mit mir einen Hund ausbilden würde.

Herr D. kam nach Marburg und verbrachte 2 Stunden mit mir, im Rahmen eines kostenlosen Erstgespräches. Wir besprachen alles und er erzählte über seine Erfahrungen, über Erfolge anderer Klient*innen (anonym natürlich) und dass er die Ausbildung mit mir übernehmen würde.

Derweilen versuchte ich die letzten Unterlagen zusammenzubekommen. Ich brauchte ein Attest und meine Therapeutin war, nachdem sämtliche Kliniken nichts von dem Thema wissen wollten, die letzte Option. Sie händigte mir – auf Eigenverantwortung – ein grobes Schriftstück darüber aus, dass mir ein Hund helfen würde, mit meiner Symptomatik besser umzugehen. Herr D. händigte mir zusätzlich noch einen Kostenvoranschlag, Trainernachweis und einen Nachweis über Zusatzqualifikationen aus.

Hier gehts weiter -> Meine Vorgeschichte – Teil 2

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert